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Geo Geo - Mors Mors: Hamburg

Jetzt im Einsatz: Magellan Trition 400

13.02.2009 von TweetyHH · 1 Kommentar

TweetyHH

Zum neuen Jahr wollte ich mir ein neues GPS gönnen. Bisher hatte ich einen Magellan Explorist 210. Mit diesem konnte man, wenn man noch ein javafähiges Handy dazu nahm, einigermaßen gut Paperless Cachen. Leider löst sich bei mir das Gehäuse langsam auf (es hat doch ganz gut unter mir leiden müssen), so dass ich für das Gerät nicht mehr die optimale Zukunft sah. Daher hatte ich mich entschieden mir rechtzeitig ein neues GPS anzuschaffen. Dieses sollte einerseits nicht zu viel kosten, andererseits wollte ich auf den Komfort des möglichen Paperless Cachings nicht verzichten. Auf Grund des Preises sind daher die Flagschiffe Garmins, die Zuckerzeugs-Lakritzmischung sowie das italienische Gewürz rausgefallen. Die älteren (bzw. erneuerten) Garmins haben mir wegen des wenig Supports für das Geocaching nicht so zugesagt.

Das die Tritons schon sehr früh draußen waren, und das ersteinmal zu - sagen wir mal - mittelmäßiger Software geführt hat, war mir bekannt. Trotzdem habe ich mich im deutschsprachigen Magellan-Forum durch die Beiträge gewühlt, und mit der neuesten Firmware schienen die Geräte stabil zu laufen. Die Nachteile, die ich noch fand, wurden in meinen Augen durch die Vorteile gut ausgeglichen bzw. sind für mich (technisch ja auch nicht unversiert) handlebar. Die Chancen, die das im Endeffekt recht offene System bietet, mach(t)en mir Hoffnung, dass sich der Triton noch weiter verbessert. Ich habe mich auf Grund des Preises von 200 € für den 400er entschieden (ohne Kompass oder Touchscreen wie die “großen”). Ich denke der 200er oder 300er ist für Geocacher eher ungeeignet, weil denen die Möglichkeit einer Erweiterung des Speichers für Karten mit SD-Karte fehlt. Als SD-Karte habe ich gleich 8GB gekauft, dass sollte ersteinmal für ausreichend Kartendaten langen.

Nachteile:

  • Noch keine Wegpunktprojektion
  • Problem bei der Eingabe im Feld, die zu einem +- 1 bei der Tausendenstelstelle führen kann (Fehler ca. 1,8 Meter)
  • Software noch nicht so ausgereift, Updates könnten ruhig schneller kommen.
  • (Noch?) kein Autorouting

Vorteile:

  • Volle Cachebeschreibung dabei, inklusive Spoilerbildern und einiger Logs.
  • Guter Empfang (Sirf III).
  • Rasterkarten aus selbst eingescannten Papierkarten (z.B. Wanderkarten) oder aber durch Spidern von den Internet-Karten Diensten wie Google Maps (inklusive Luftbildern!).
  • Danke Sockeye aus dem Forum händisch angepasste OSM Karten mit Topologie (Runterladen, kopieren, fertig - es gibt aber auch die Möglichkeit das selber zu machen).
  • Sehr engagierte Community

Bericht:

Nach einigen kleineren Ausflügen mit dem Gerät bin ich sehr angetan und bereue meine Entscheidung nicht. Gegenüber dem alten Exploristen (der ja eigentlich auch schon recht guten Empfang hat gegenüber den nicht H-Garmins) merke ich den besseren Empfang deutlich, so hab ich am Schreibtisch in der Wohnung nach kurzer Zeit Empfang, ebenso wie in den S-Bahnen, die in Hamburg bedampfte Scheiben besitzen.

Unterwegs nutze ich die abwechselnd die OSM-Topo Karten von Sockeye, die für das Hamburger Gebiet wirklich gut ist (natürlich gibt es noch Fehler in den OSM-Daten und es sind noch nicht alle Schleichwege Hamburgs drauf) und eine Karte mit Luftbildern. Die Luftbilder eignen sich nicht so gut zum Navigieren mit dem Rad (dadurch, dass es in Hamburg praktisch nur Alleen gibt erkennt man die Straßen nicht so deutlich wie auf Karten), aber man so kann sofort erkennen, in was für einer Gegend ein Cache liegt (Park, mitten zwischen Häuserfronten, welche Seite eines Baches). Wenn man weit reinzoomt kann man damit zu Fuß auch recht gut navigieren. Die OSM Karte ist mit dem Rad aber deutlich übersichtlicher. Es ist, dass man gerade die Nicht-Straßen (aka. Wege) sehr gut erkennen kann und schon sehr viele von ihnen (hier in Hamburg) eingetragen sind.

Die Bedienung ist manchmal Softwarebedingt noch etwas harkelig, aber bis auf die Projektion fehlt mir nichts. Mit + bzw. - 180 Grad rechnen findet man aber trotzdem die Dose, wenn auch nicht ganz so bequem. Notfalls nehm’ ich da meinen Exploristen für (bzw. gerade Multis machen wir im Team). Im Gegensatz zum Exploristen sind die Tasten ziemlich hart, was ich mit sehr kalten Fingern nicht so toll fand. Der Druckpunkt ist dafür aber sehr definiert und nicht so schwammig wie beim Exploristen. Ansonsten macht das Gehäuse einen stabilen und wasserdichten Eindruck. Das Display lässt sich gut ablesen und hat eine schöne Auflösung, mit der sich auch die Spoiler/Cache-Bilder gut anschauen lassen.

Dank einer angepassten Cachewolf-Version und VantagePoint (Software von Magellan für den Triton, kann man schon bequem vor dem Kauf ganz gut mit rumtesten, da die Kartendarstellung eigentlich genau wie auf dem Trition ist) bekomme ich die Cachebeschreibungen vollständig inklusive Bildern leicht auf das Gerät. Das Synchronisieren könnte ruhig etwas schneller gehen - andererseits muss ich dafür eh (leider noch) Windows booten. Da der Trition intern eine SQLite Datenbank einsetz, besteht die große Hoffnung, dass diese demnächst auch über andere Tools gefüllt werden kann. In die Datenbank passen auf den kleinen Tritions 1000 Punkte (Caches und eigene Wegpunkte), auf den großen 2000.

Fazit:

Gefällt mir! Kann ich für das Geocaching weiter empfehlen. Wenn ich mir meine Umgebung so anschaue bin ich jetzt zwar weiter ein Alien …

Ausblick:

In nächster Zeit werde ich wahrscheinlich hier noch weiter berichten und vielleicht auch das ein oder andere HowTo bzw. Berichte oder über Fakten schreiben. Man findet zwar (theoretisch) alles im Forum, doch die Übersichtlichkeit mangelt da (systembedingt) etwas (ich such mich da manchmal halb Tod obwohl ich weiß, dass es irgendwo steht …). Daher werde ich vielleicht hier demnächst auch noch eine Sammelseite einrichten, über die man alles wichtige zu diesem Gerät schnell findet.

Wer weitergehende Fragen oder Anregungen für Berichte hat kann dies gerne in den Kommentaren tun. Ansonsten ist das oben bereits mehrfach genannte Forum sehr hilfreich und hat wirklich kompetente und hilfsbereite Ansprechpartner (und im Gegensatz zum grünen Forum momentan ist der Ton sogar stets freundlich).

Tags: Geocaching · Triton

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 ihadub // 13.02.2009 um 21:02

    Hallo mit Freude hab ich diesen Bericht gelesen. Wobei es mir gar nicht um das Magellan ging. Ich habe dieses kleine aber tolle Tool für mein Handy für´s Paperless Caching gefunden.

    Vielen Dank

    Gruß aus Bergedorf
    ihadub

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