Nachdem ich neulich mal wieder im Geoclub etwas über unsere lieben Autofahrer lesen konnte, musste ich mal wieder daran denken, das ich dieses Thema doch eigentlich mal in einem Blogeintrag verarbeiten wollte. Der Fairniss halber sollte ich vorher natürlich schreiben, dass ich überzeugter Rad- und ÖPNV-Fahrer bin, und das in einer Großstadt! Einzig zu Nachtcaches sind wir häufiger gemeinschaftlich mit einem Fahrzeug gefahren.
Aber fangen wir doch mit dem Thread von oben wieder an. Da wird also zum Besten gegeben wie sehr die Leute sich mit ihren Autos irgendwo festgefahren haben. Diese freiwilligen Ausflüge ins Grüne Unfälle müssen dann natürlich möglichst so erklärt werden, dass der ADAC die Leute da rauszieht - kostenlos natürlich! Wobei ich das natürlich wieder nur gut heißen kann, bei der Lobbyarbeit, die der ADAC betreibt, frag ich mich manchmal, wie ich mich als Fahrradfahrer noch vor die Tür trauen kann und warum es überhaupt noch Fuß- bzw Radwege gibt, das wären doch nach Wahl entweder zusätzliche Fahrstreifen oder Parkräume. Daher erscheinen mir alle Kostenpositionen für den ADAC doch irgendwo positiv. Naja, dabei geht’s mir jetzt eigentlich gar nicht um den konkreten Ausflug, sondern dass da deutlich wird, dass viele Cacher anscheinend nicht davor zurück schrecken auch den kleinsten Feldweg mit ihrem Cachemobil zu beehren. Bei dem Schilderwald den wir in Deutschland so haben erscheint es mir doch mehr als wahrscheinlich, dass meist ein entsprechendes Schild an entsprechenden Wegen stand. Und nein, auch der 200-PS-Familien-SUV ist bei bestem Willen kein Land- oder Forstwirtschafliches Fahrzeug.
Wenn ich dann auf einschlägigen Treffen im Hamburger Raum von anderen Cachern höre: “Ja, wenn ich auf einem Feld oder Waldweg mal vom Förster angesprochen werde, dann schau ich lieb und sage, ich hätte mich verfahren” Das die Jäger und Förster angesichts der Fahrzeuge, ausgestattet mit mehr Navigations- und Computertechnik als die gesamte amerikanische Flotte im Persischen Golf, die in einigen Wäldern so durchs Unterholz brechen, noch nicht dazu übergegangen sind, statt auf Wildschweine, auf Autofahrer zu schießen bleibt mir ein Rätsel. Ich möcht nicht wissen wie viele der angeblichen Flurschäden statt auf das Borstenvieh auf Cacher zurückgehen.
Ich frage mich wirklich: Muss das sein? Ist es nicht möglich, dass auch einfache Tradis in der Natur auf eine umweltverträgliche Weise angegangen werden können. Man könnte sich einen echten Wanderparkplatz (meist am Schild zu erkennen, das ist nicht die Wiese, um die kein Stacheldraht drum rum ist) suchen und von da aus dann mehrere Caches in Folge zu Fuß erledigen. Ich muss ja zugeben, dass auch mich die Drive-in Mentalität indoktriniert hat. Ich steig erst vom Rad wenn das GPS weniger als 5 Meter anzeigt oder aber das Rad durch kräftiges Treten zu keiner Bewegung mehr zu bringen ist und es langsam seitlich kippt. Aber wenigstens bilde ich mir ein dabei weniger Schadstoffe in die Luft zu blasen.
Aber schon der Blick über den Teich genügt, um mich noch mehr zum Kopfschütteln zu bewegen (nicht dass ich Clay Jar für Deutschland überhaupt geeignet halte).
This is the length of the hike from the most logical parking area to the cache.
Wieso sollte bei einem Tradi bitte die Länge des Weges vom Parkplatz in die Terrainwertung einfließen? Ein Tradi ist weglos und so kann nur das unmittelbar umliegende Gelände eine Rolle spielen. Der Owner kann nie wissen von wo und wie ich mich dem Cache nähere.
Ebenso liebe ich die gelegentlich aufkommenden Diskussionen, dass die Startkoordinaten bei einem Multi doch am besten auf dem Parkplatz liegen. Ja nee ist klar. Ich stell mein Fahrrad echt gerne zu einem Haufen Müll inmitten der schönsten Natur, wo ich es meist nichtmal anschließen kann. Vor allem wenn ich vorher dann fast direkt an der eigentlich ersten Station vorbeigeradelt bin. Andererseits erklärt das vielleicht die Beliebtheit von Tradis auf Supermarktparkplätzen. Autofahrer fühlen sich alleine und mit ihrer Karre so deplaziert in heimischen Wäldern.
Das irgendwo in unwirtlicher Gegend ein Parkplatz als zusätzlicher Wegpunkt angegeben wird kann ich da noch verstehen, ist immerhin besser als wenn die Leute mit ihrem Kleinwagen auf Trampelpfaden durchs Unterholz brechen, aber es wäre toll, wenn dann ebenfalls der nächste Bahnhof oder Bus angegeben würde. Richtig nett wäre es, wenn dann dazu noch Informationen zur Fahrhäufigkeit (und sei es ein: Achtung, Sonntags nicht) oder der Link auf entsprechende Fahrpläne dazukämen (es ist leider nicht überall so leicht wie rund um Hamburg, wo es eine zentrale Seite gibt). Auch wie man vielleicht am besten mit dem Rad ins Cachegebiet kommt wäre nett. Einfach sowas wie: Achtung, im Westen vom Start sehr matschige Wege. Im Norden direkt ein steiler Hügel, den man besser umfährt. Wenn sich ein Owner wirklich mit der Gegend auseinander gesetzt hat, kann er sowas häufig eigentlich recht gut einschätzen wenn er kurz darüber nachdenkt.
Ich selbst bin ein doch häufig auch aktiver FTF Jäger, aber wenn ich mitbekomme, dass es Autofahrer gibt, die zu einem FTF einer Dose, auf die wahrscheinlich schon vor dem ersten Fund mehr HSV-Fans uriniert haben als Geocacher den Cache je loggen werden, zich Kilometer das Auto über die Autobahn treten, dann wird mir klar: Der Sprit ist noch viel zu billig! Ich will nicht das Cachen mit dem Auto partou verteufeln, und auch ich würde sicherlich für einen wirklich schönen Multi irgendwo weit weg die Möglichkeit eines Autos gerne nutzen um da hinzukommen. Aber dann würde dies für mich ganz klar stets als Fahrgemeinschaft mit Freunden (wie bei den meisten unserer Nachtcaches) organisiert werden und es wäre wirklich eine Tagesbeschäftigung, die dann den hohen ökologischen wie finanziellen Aufwand rechtfertigt.
Besonders agressiv machen mich die Autobahnraststätten oder -pinkelecken Caches, welche Land auf, Land ab überall auftauchen. Diese werden Vorzugsweise als 1/1er gelegt und ich frag mich immer noch, wie ich ohne Spezialausrüstung an diese kommen soll. Mich durch irgendwelche Zäune schneiden wäre irgendwie Sachbeschädigung und laut StVO darf ich auch nicht mit dem Rad auf die Autobahn. Ich bin gesund, verfüge über ein GPS-Empfänger - also laut Guidelines sollten mir diese wirklich einfachen Caches doch möglich sein. Also ganz klar: Terrain 5, was angesichts der Gefährdung, man betrachte die jährlichen Verkehrstoten, wohl mehr als gerechtfertigt ist.
Ebenso kritisch sehe ich, wie in einigen dieser Blogs (ihr mögt es mir verzeihen) über’s Stastikcachen geschrieben wird. Hier scheint die Optimierung ja vor allem darauf zu liegen, wie man möglichst viel der Strecke mit dem Auto zurücklegt. Und weil das Verlassen des deutschen liebsten Kindes natürlich ein so traumatisches Erlebnis darstellt, müssen die Unterbrechungen mit möglichst einfachen Caches gefüllt werden, damit es zu keinem weiteren traumatischen Erlebniss durch einen DNF kommt. Irgendwie fallen mir da spontan nur so Worte wie Leitplankenmikro, Filmdose, Baumwurzel, Cacherpfad ein. Ich selbst muss zugeben, dass ich selbst ein furchtbarer Statistiker bin (wah, die beiden Mitschreiber hier haben schon über 500 Caches …). Ebenso kann ich mich ebenso wie der Herr Aba an Blogstastiken ergötzen ;-) Irgendwie scheint mir die Kategorie “Anzahl Caches ohne zwischendurch ein Auto zu benutzen” wohl noch nicht zeitgemäß. Aber wenn wir erstmal 5 Euro pro Liter haben mag das anders aussehen ;-)
Ich hoffe es fühlt sich nicht jemand all zu sehr auf den Schlips getreten - und wenn doch, dann hat er wohl auch seine Gründe.
In dem Sinne noch viel Spaß.
P.S. Jetzt gibt mir Yoyus noch den Link auf diesen neuen Cache - ja nee, ist klar.
[Edit]
Ich hab für diesen Beitrag vorrübergehend die Kommentare mal gesperrt, da wir genau über diesen massiv Spam-Kommentare sammel, der dann immer gelöscht werden muss (er wird zwar nie angezeigt, müllt aber die Interfaces voll).
6 Antworten bis jetzt ↓
1 ksmichel // 14.02.2008 um 11:02
Klar fühle ich mich auf den Schlips getreten! ;-)
Weniger, weil ich mich zu denen zählen müsste, die gerne den Wald mit einem 200-PS-SUV plattmachen oder für FTFs meilenweit führen.
Mach ich nicht. Unser Töff braucht 6 Liter und ist beim Cachen meist voll ausgelastet.
Fakt ist, dass gerade für die Fortbewegung auf dem Lande der ÖPNV fast gar nicht geeignet ist. Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich habe zig Jahre in einem Dorf gelebt, das genau zwei Mal am Tag von einem Bus angefahren wurde: zu früh und zu spät - Sonntags gar nicht. Wer auf dem Land lebt, weiß, dass ohne Auto fast nichts geht - in der Stadt aber sehr wohl.
Caches auf dem Lande abzuschaffen, weil kein Bus hinfährt, erscheint sicherlich ein wenig radikal. Aber trotz genau deswegen weithin praktizierten Anreise per Auto vom Owner zu verlangen, für die in homöpathischen Dosen dennoch dann und wann auftretenenden Radler prphylaktisch auch die Buspläne(!) mit in seine Cachebeschreibung aufzunehmen, das bedient doch wohl eher die vollkasko-mentalen Dosensucher. Ebensowenig veröffentlicht der örtliche Feinkost-Albrecht Buspläne in seinen Anzeigen. Das zielt in die gleiche Richtung wie der Wunsch, dass wirklich auch alle Eventualitäten in der Cachebeschreibung abgefangen werden (Waldduschendiskussion) und “gesetzlich” beziehungsweise vollständig geregelt sind. Ich denke, man kann von jedem Cacher, ob Autofahrer oder Hubschrauberpilot, sehr wohl verlangen, dass er vor dem Cache einen Blick auf die Karte wirft und sich den besten Weg dorthin überlegt. Sicherlich wären das bei Caches, die vorwiegend für Radler interessant sind (etwa die Krückau-Serie) auch Hinweise für Radler. Aber eben nicht pauschal wie bei einer Anreisebeschreibung für eine Konzernzentrale (”So finden Sie uns”).
Falsch ist deine Vermutung, bei unseren Cache-Runs liegt der Optimierungswunsch darin, möglichst viel der Strecke mit dem Auto zurückzulegen. Andersherum ist es richtig: Die Streckenoptimierung führt dazu, übermäßiges Herumfahren zu vermeiden und Sprit zu sparen. Überdies suchen wir, wenn wir mal nicht auf Rekordversuch sind, genau so auch unsere Parkplätze aus. Nur einen Parkplatz anfahren, und von dem aus mehrere Caches nacheinander ablaufen. Der Effekt ist immer: Weniger Kilometer per Auto.
Bei einem Rekordversuch wie unserem ist es überdies klar, dass man auf die schnellste Fortbewegungsmethode optimiert (-> auf dem Land eben das Auto, in der Stadt das Fahrrad) und Caches bewusst rauslässt, für die man in den Wald oder auf nicht befahrbare Feldwege fahren müsste.
Klar kann man sich fragen, warum man überhaupt einen Cache-Rekordversuch startet, aber das führt unweigerlich dazu, dass man sich auch fragen müsste, ob man das Geocachen wegen seiner unzweifelhaft umweltschädlichen Auswirkungen (Man braucht Geräte, die Strom verbrauchen! Man fährt Auto! Man benutzt Dinge, die per industrieller Produktion womöglich von Kindern hergestellt wurden!) nicht einfach aufgeben sollte und sich eine Kugel (Achtung: Nicht aus umweltschädlichem Blei!) durch den Kopf schießt. Natürlich nicht, denn auch alles andere, was man stattdessen tut, ist irgendwie schädlich, selbst das Sitzen an einem See.
Wir sind uns sicherlich darüber einig, dass Geocaching selbstverständlich eine Auswirkung auf die Umwelt hat, selbst Nachtcachen im Wald ist für Tiere kein Spaß, auch wenn du das toll findest. Beim Cachen sollten wir uns also bemühen, die Auswirkungen unseres Tuns zu berücksichtigen und generell den Low-Impact-Ansatz wählen.
Dein Schlussakkord: Man möge sich nicht allzusehr auf den Schlips getreten fühlen, aber wenn doch, dann habe das wohl auch seine Gründe, ist rhetorisch ein wenig verunglückt. Denn im ersten Teil entschuldigst du dich für ein möglicherweise falsches Handeln deinerseits, (vielleicht zu harte Anwürfe?). Gleich danach nimmst du das aber wieder zurück, versuchst dich wieder ins Recht zu setzen.
Ein “Ich-werfe-dir-was-vor”-Ansatz ist in einer Diskussion aber immer mit “auf-den-Schlips-getreten-fühlen” verknüpft. Und mehr noch: “Sich-auf-den-Schlips-getreten-fühlen” bedeutet zum Glück nicht, dass der in seiner Bewegungsfreiheit Beeinträchtigte automatisch im Unrecht ist.
2 TweetyHH // 14.02.2008 um 12:02
Hallo Michel, da hast du ja wirklich eine Diskussionsvorlage geliefert:
Kurz zu deinem Beitrag zum Thema ÖPNV und Dorf. Ich kenn das bereits von meiner Freundin, die in einer Kleinstadt wohnt. Mal eben vor die Tür und los ist da nicht. Und sie wohnt immerhin noch an der Hauptbahnlinie in der Gegend. Andererseits führt dieser Trend von Zweit- und Drittauto genau dazu, dass der ÖPNV noch weniger genutzt wird und so immer weiter zurückgefahren wird. Dies führt leider zu einer immer weiter klaffenden Schere der Mobilität zwischen den verschiedenen sozialen Schichten: Die Ärmeren, Älteren und Kinder werden so in ihrer eigenständigen Mobilität immer weiter eingeschränkt.
Du schreibst weiter, dass du der Meinung bist, dass ein Anbieten von Bahn oder Radverbindungen zu einer Dose die Selbstständigkeit beenden würde. Sicher ist dem so. Ich verlange auch sicherlich nicht, dass das in allen Caches angegeben werden muss. Aber wer sich Gedanken über den Parkplatz macht, kann sich auch Gedanken über andere Verkehrswege machen. Diese sind erstmal genauso gleichberechtigt. Solange beim Cachen, oder auch häufig bei den “so finden sie uns”-Seiten, die Autofahrer als selbstverständlich hingenommen werden, wird es sicher weiter so bleiben, das Geocaching weiterhin eher ein Hobby von gut verdienden Autofahrern und (Früh?)Rentnern bleibt (Achtung: Provokation).
Wo ich in Hamburg noch leicht dank entsprechender zentraler Seite eine schnelle Suche der Verbindung mit Bus und Bahn hinbekomme, so ist dies irgendwo im Urlaub für mich meist mit einem Aufwand verbunden, der einem 3,5 Sterne Mysterie entspricht.
Naja, die Feinoptimierung bei euren Statistikrunden liegt sicherlich dabei möglichst wenig zu fahren, aber im wesentlichen um noch mehr Zeit rauszuholen. Aber die Hauptotimierung liegt meines Erachtens doch ganz klar darauf möglichst wenig Meter zu Fuß zurückzulegen. Das ist ja doch der Hauptgrund warum Caches in einem Gebiet aus der Liste rausfliegen. Wenn ich eine Statistikrunde (mit dem Rad, klar) fahre, dann kann ich mir meist nicht verkneifen auch kurze Multis mitzunehmen, einfach damit ich den Aufwand der Hinfahrens nicht doppelt habe (auf dem Rad merkt man den deutlicher als per Auto ;-) ). Größere und schönere Multis lass ich dabei durchaus mal liegen, aber eher um dann das gemeinschaftliche Heben mit Freunden zu genießen ;-)
Ich hoffe diese Zeilen sind dann ein weniger Versönlich.
Grüße TweetyHH / Florian
3 ksmichel // 14.02.2008 um 13:02
Hi Flo,
das stimmt natürlich. Wir cachen ja auch, damit wir einen schönen Tag mit Freunden haben. Uns ist es dabei egal, ob wir ein paar Multis machen oder eine Tradi-Runde oder was Gemischtes. Kommt eben auf das Votum der Beteiligten an.
Zum Rest: Ist ja alles schön und gut, aber wie kommst du darauf, uns erneut und ohne uns zu kennen als Grund fürs Optimieren “mehr Zeit” unterzuschieben? Das ist wirklich Quatsch. Und zwar deshalb: Wir nehmen als ersten Schritt die Grobplanung. Da landen alle in Betracht kommenden Caches in einem Töpfchen. Caches, für die wir zu weit fahren müssten (!), fliegen da schon mal raus. Einfach, weil es nicht gerade ökonmisch ist, 10 Kilometer für einen einzigen Cache zu verblasen, wenn es auch anders geht. Als zweiten Schritt fliegen die Caches raus, die man nicht anfahren darf. Auch klar. Dann folgt eine erste Routenplanung, bei der meistens recht hohe Fahrkilometer zusammenkommen. Dann kommt der Schritt, in dem einige Caches noch ausgetauscht werden, rausfliegen, umsortiert werden. Dadurch ergibt sich meistens eine sehr drastische Einsparung an Kilometern, die natürlich auch dazu führt, dass wir eher wieder daheim sind, aber eben nicht dazu, die gleiche Zahl an Kilometern zu verfahren, nur mit mehr Caches.
Wir haben oft genug auch Caches in unseren Runden, die trotz simpler Tradi-Eigenschaften nur mit kilometerlangen Märschen durch die Gemarkung zu erwischen sind. Und wenn es uns wirklich so sehr um die Nummern ginge, dann würden wir uns zeitaufwändige Caches gleich ganz sparen. Tun wir aber nicht. Wegen dem ersten Absatz. :-)
4 TweetyHH // 14.02.2008 um 13:02
Hallo Michel,
als Grund nehm ich eigentlich nur deinen Blogeintrag zur 129er Runde: Da schreibst du ja selbst:
> die nicht zum Ziel
> “viele Dosen an einem Tag” passten
Das seh ich schon als Optimierung auf die Zeit pro Statistikpunkt, da die Gesamtzeit durch einen Tag bei so einer Tour ja schon gegeben ist. Ich will damit ja nicht sagen, dass ihr das immer macht. Aber bei einer Hardcore-Statistikrunde halt schon.
Ich will euch damit auch keines falls vorwerfen, dass ihr reine Statistikcacher seid. Und eine solche Tour zu viert mit nur einem Auto zu machen relativiert das ganze natürlich.
Es ging mir allgemein nur um den Trend, dass da Leute quer durch die Republik fahren um, in (von ihnen) möglichst unberührten Gebiet, ihre Unterschriften zu hinterlassen. Und das dabei das Hauptkriterium für einen Cache nicht etwa der Cache selber, sondern nur die Entfernung zur nächsten Straße ist.
5 Yoyus // 14.02.2008 um 14:02
> Es ging mir allgemein nur um den Trend,
> dass da Leute quer durch die Republik
> fahren um, in (von ihnen) möglichst
> unberührten Gebiet, ihre Unterschriften zu
> hinterlassen.
Mist, das mache ich ja auch manchmal - so mal eben schnell nach Berlin, Hannover, Bremen oder Lübeck um da schnell ein paar Caches zu suchen… wobei mein Kriterium dann eher die Entfernung vom Bahnhof ist. ;)
Aber zum Thema: natürlich lässt es sich einfach behaupten, Auto schlecht (weil schlecht für die Umwelt), Rad/ÖPNV gut, aber wie ksmichel schon schreibt, gibt es durchaus Regionen, wo die Verbindungen nicht berauschend sind. Und da liegt durchaus ein Hauptproblem bei der Thematik: wie will man abwägen, ob eine Region schlecht genug mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen ist, dass man dort die Caches nur mit dem Auto anfährt? Und wenn man nicht aus der Region kommt, wie weit darf man höchstens weg wohnen, damit nicht unnötig viel die Umwelt belastet wird? Sicherlich ist es auf jeden Fall sinnvoll, bei längeren Autocachetouren das Auto möglichst voll mit Cachern zu haben, dann hat man zum einen mehr Gesprächspartner und zum anderen fährt nicht jeder mit seinem Auto dahin. Und wenn die Planung dann so gelegt wird, dass man nicht mehr Wegstrecke als nötig zurücklegt ist das auch gut. Nur mit dem SUV auf nicht für den allgemeinen (Auto-)verkehr zugelassenen Strecken zu fahren sollte man unterlassen.
Wenn ich die Wahl hätte, würde ich auch gerne in manche Regionen mit dem Auto fahren um dann vor Ort mit dem (Falt-)Rad weiterzufahren (z.B. Gebiete der Lüneburger Heide), dies scheitert aber (noch) am nicht vorhandenen Auto.
6 ksmichel // 14.02.2008 um 16:02
Flo: Die 129-er-Runde war eindeutig nur ein Versuch, mal zu sehen, was geht, wenn man es zum Äußersten treibt. Das machen wir sonst ja nicht, auch wenn manche schon mal einen netten Spruch bringen, wenn wir an einem Wochenende mal 60-70 Dosen loggen. Die Fußgeh-Strecke ist dann schon sehr respektabel, denke ich.
Der Schlüssel liegt zum Teil schon im Benzinpreis. Niemand will sich deswegen arm cachen. Und ein SUV kommt für mich sowieso nicht in Frage. Dann lieber gleich einen Panzer ;-) - das ist ehrlicher.
Und bevor sich jemand wundert: Wir fahren am 23. nach Schwerin. Nein, nicht mit dem Fahrrad ;-). Aber abends auch nicht nach Hause, weil Schwerin viel zu nett ist, um da nicht noch einen Tag ranzuhängen.