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Krieg und Frieden ist mehr als nur ein Werk von Tolstoi

Geo Geo - Mors Mors: Hamburg

(Un-)erwartete Ereignisse

16.01.2008 von Yoyus · 1 Kommentar

Yoyus

Bereits seit längerem hatte ich einen unerledigten Auftrag vor mir liegen: Nordwestlich von meinem Büro sollten sich einige wichtige Hinweise bezüglich einiger Behältnisse und Zahlen befinden. Viel zu lange schon hatte ich dies vor mir hergeschoben, doch heute gab es keine Ausreden. Direkt an der Kollau begann ich meine Suche, ein Objekt erregte auch sofort meine Aufmerksamkeit. Genauere Inspektionen förderten zuerst allerdings keine neuen Informationen zutage, so dass meine tragbare Telefonzelle aufgebaut werden musste. Der Kontakt in die Zivilisation ließ sich herstellen und meine Vermutungen wurden bestätigt, wonach ich nochmals mein Glück versuchte und diesmal schnell fündig wurde - so also werden hier die Hinweise übermittelt. Am folgenden Ort wusste ich ja dann bereits, was ich zu suchen hatte und so war weniger das Finden als vielmehr das Entziffern des Hinweises ein Problem. Versuche mit einem Spiegel (die ja potentiell fehleranfällig sind) wurden dann doch nicht ausgeführt, da mir rechtzeitig ein Licht aufging. Im weiteren Verlauf folgte ich den Hinweisen in der Nähe der Kollau zu einem Ort, der unter fast ständiger Beobachtung einiger Personen stand, doch das jahrelange Training geduldig zu sein zahlte sich aus und ich konnte den verdächtigen Gegenstand untersuchen. Die Suche an der Kollau hatte mich auch an einen See geführt, an dem ich mit dem mitgebrachten Fernglas auf der anderen Seite etwas Interessantes entdeckte. Wenn ich ein Vöglein wär, hätte ich rüberfliegen können, aber so musste ich den beschwerlichen Weg außen rum zum Behälter wählen.

Nachdem ich bei den Nachforschungen im Kollaugebiet quasi in die Luft ging, sprach eigentlich nichts mehr dagegen weiter zu steigen und den Adlerhorst #2 zu erklimmen. Vom Adlerhorst aus konnte man auch eine weitere Station meiner Nachforschungen erkennen: Die Muggelkinder. Da der Abstieg etwas gedauert hatte, brach inzwischen die Dunkelheit herein und bei meiner Ankunft fand ich niemanden mehr vor. Ein Hinweis führte mich dann zwar noch zu einem Nachrichtensammelpunkt, mehr würde ich hier aber heute nicht über die Muggelkinder erfahren. Vielleicht würde ich aber nun endlich mehr über diese orangene Uhr erfahren, die mir mal ins Büro geschickt wurde. Diese Uhr war insofern rätselhaft, als dass sie manchmal wochenlang stehenblieb, dann aber auch plötzlich wieder lief und dies so anfing, dass sie - allerdings ohne Berücksichtigung der Sommerzeit - wieder richtig ging. Immerhin kann ich dank ihr wenigstens auf “Du tickst wohl nicht richtig” antworten mit “Nein, das ist meine Uhr, die nicht richtig tickt”. Aber ich schweife ab. Die Milchbar, deren Werbung als Verpackungspapier genutzt wurde, erwies sich leider als Sackgasse, sie schien bereits seit längerem geschlossen zu sein; doch unter der Lupe konnte man auf der Rückseite der Uhr die Inschrift A.L.E.X. erkennen. Ein Blick ins Telefonbuch zeigte, dass ein gewisser Alex in der Nähe wohnen sollte, es könnte zwar der falsche sein, aber es war meine beste Spur und so musste ich das riskieren. Während ich dann so die Klingelschilder betrachtete, näherten sich mit einmal Schritte von hinten. Sollte ich mich umdrehen oder würde dies mein Unbehagen an diesem Ort zu sein verraten? Doch da: “Guten Abend, darf ich mal bitte vorbei?” Ruhiger als ich war, entgegnete ich “Natürlich, bitte” und zog mich langsam zurück, denn ich hatte feststellen können, dass es zwar eine stattliche Anzahl Briefkästen, aber keinen Bewohner namens Alex gab. Fast wäre ich enttäuscht von dannen gezogen, als ich plötzlich in der Nähe ein Geräusch hörte… es klang - ja genau, wie eine kaputte Uhr. Und wieder waren die Geheimnisse Schnelsens ein klein wenig weniger geheimnisvoll für mich geworden. Aber da war noch was:
Ich hatte wilde Gerüchte über das Schnelsener Moor gehört und konnte die Faszination die diese auf mich ausübten deutlich spüren. Es war zwar bereits dunkel, aber ist dies nicht eigentlich der Zeitpunkt mit der besten Atmosphäre um in ein Moorgebiet zu fahren? Recht schnell fand ich den Weg über mehrere Stationen, bis ich einmal falsch rum abbog und feststellen durfte, dass man durch eine gewisse Wohnsiedlung nicht wieder zum Moor durchkam. Also wieder den ganzen Weg zurück und diesmal den richtigen Weg nehmen. :( Ein kurzer Zwischenstopp an einem größeren Versteck und ich konnte wieder Richtung Niendorf Nord fahren.

Mein Fahrrad blieb während der ganzen Tour glücklicherweise heil, wahrscheinlich gerade weil ich Werkzeug dabei hatte inklusive Schraubenziehern und ähnlichem. Die Suche führte mich zuerst an eine Stelle wo ich nichts sah, aus einem anderen Blickwinkel betrachtet aber war etwas deutlich zu sehen und so durfte ich mich endlich der ultimativen Frage stellen: Wieso fehlen immer Schrauben und es dauert unnötig lange ein Regal aufzubauen? Insofern: Schraubst du noch oder machst du bereits was sinnvolles?

erwischtAuf dem Rückweg wollte ich dann eigentlich nur schnell mal eben bei einem Geschwistertreffen vorbeischauen, doch was musste ich da entdecken? Zwei zwielichtige Individuen hatten wenige Stunden zuvor ihre Spuren hinterlassen. Schon lange war ich einem von ihnen auf den Fersen gewesen und so musste ich doch versuchen herauszufinden, was die beiden hier oben vorhatten. Nachdem ich mir während der versuchten Betrachtung einer Birke nasse Füße geholt hatte, ging meine Suche bei der Rollbahn 1-5 weiter. Ungewohnte Stille herrschte dort und nur das leise Stapfen der Kühe zeigte, dass ich nicht ganz alleine dort war.

An der Altona-Lübecker-Chaussee fand ich dann zum letzen Mal für heute Spuren eines gewissen Onkels mit einem Vogel. Nun konnte ich zwar in etwa die Bewegungsrichtung erahnen, aber der Fährte war zu entnehmen, dass ich sie (zumindest heute) nicht würde einholen können und machte mich daher endlich auf den Heimweg.

Tja, und irgendwann mitten in der Sache stand ich auch mal mitten in den Dingen.

Tags: Cachetour · Yoyus

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Das Yoyus // 01.02.2008 um 20:02

    [...] Zumeist hält sich für seine Studien in seinem Bau auf. Hierdrin werden all seine perfiden Statistikpläne ausgearbeitet. Nur gelegentlich traut es sich aus seinem Bau um eben diese Pläne umzusetzen. [...]

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